Honig

Honigernte 2018 – 09.07.2018

Der Ertrag

09.07.2018 – Nachdem wir Anfang Juni mit zwölf Völkern den Frühjahrshonig geschleudert haben, konnten wir vergangenes Wochenende von Samstagmorgen bis Sonntagabend die Sommerernte von elf Völkern einfahren. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Unsere Völker brachten dieses Jahr im Durchschnitt 50,2 kg ein (39,9 kg im Vorjahr). Das stärkste Volk knackte sogar die 70 kg-Marke. Das Frühjahr brachte durchschnittlich 27,7 kg, der Sommer 22,5 kg je Volk.

Farbe und Geschmack

Während der Frühjahrshonig mit seinem hohen Rapsanteil sehr hell ist und einen milden Geschmack hat, steht der Sommerhonig mit seiner sehr dunklen Farbe und würzigem Geschmack in deutlichem Kontrast zum Frühjahrshonig. Wir freuen uns natürlich darüber, dieses Spektrum an Farben und Geschmack anbieten zu können.

Auch der Wassergehalt, das wesentliche Kriterium für die Haltbarkeit,  ist dieses Jahr mit unter 16% wieder sehr niedrig. Aufgrund der daraus folgenden hohen Viskosität ging der Honig nur langsam durch die Doppelsiebe, so dass wir sie mehrfach reinigen mussten um für optimalen Durchfluss zu sorgen. Anschließend erfolgte die Endreinigung durch das Spitzsieb.

Folgend ein kurzes Video welches die dunkle Farbe und den geringen Wassergehalt des Sommerhonigs zeigt („Türmchenbildung“):

Winterfutter

Damit die Völker keinen Hunger leiden müssen und in keine Stresssituation geraten, haben wir unsere Völker unmittelbar nach dem Schleudern, also noch am Sonntagabend mit 14 kg Invertzuckersirup gefüttert. Die nächste Futtergabe erfolgt in den kommenden Tagen so dass der Eingriff der Honigentnahme in kurzer Zeit wieder ausgeglichen wird und den Bienen genügend Zeit zur Verfügung steht, sich für den Winter vorzubereiten.

Derzeitige Trachtsituation

Derzeit herrscht bei uns maximal Läppertracht, d.h. die Bienenchen finden in der Natur gerade soviel, wie sie selbst verbrauchen. Ein Überschuss zum Anlegen von Wintervorräten ist nicht vorhanden. Im Gegenteil: Aufgrund der seit Wochen andauernden Trockenheit spenden auch die benachbarten Blumenwiesen keinen Nektar. Da bleibt nur die Hoffnung auf Waldhonig, d.h. auf Honigtau als Rohstoff.

Die dunkle Farbe des Honigs lässt auch darauf schließen, dass ein beträchtlicher Anteil des süßen Saftes in den letzten Wochen bereits eingetragen wurde. Vereinzelt ist auch derzeit auf den Eichen Honigtau zu sehen, aber aufgrund der Witterung vertrocknet der Saft zu schnell so dass die Bienen ihn nicht abnehmen können. Die Natur braucht nun dringend ein paar Tage mit länger andauernden Landregen. Vereinzelt sieht man bereits deutlich vor ihrer Reifezeit vertrocknete Früchte am Baum oder Busch, andere haben keine Chance auf ihre übliche Größe heranzureifen.

Da dieser Zustand bereits seit einiger Zeit anhält, und somit keine großen Mengen frischen Nektars oder Honigtaus eingetragen wurden, konnten wir davon ausgehen, dass der Honig intensiv von den Bienchen bearbeitete wurde und somit einen hohen Reifegrad und eine gute Qualität besitzt. Ein guter Zeitpunkt abzuschleudern.

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